Pressemitteilung Kunstlabor 1 „science fiction mal anders“

Rostock 4. – 9. Februar 2013

Es sind Theater-Winterferien. Leere Gänge, hochgeklappte Sitzreihen, keiner da, seltene Ruhe. Plötzlich huscht ein kleines, ja was ist das denn, ein Marsmännchen?, vorbei. Kinderstimmen dringen von irgendwo her. Getrappel, ein gespenstisches Rauschen, leises Surren und Piepen. Hinter einer Tür klappert es, ein lustiger Roboter guckt durch den Türspalt, die Augen sind kleine Blechbüchsen, sein Bauch ein alter Computer-Monitor. Was ist hier los?

„science fiction mal anders“, ist der Pilot des neuen Formats „kunstlabor- rostock.com, das sich gleich in seinem ersten Jahr richtungsweisend in die Zukunft beamen wird. Wie sieht es aus in Rostock, im Jahr 2063? Das fragen sich rund 100 Rostocker Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen kulturellen, sozialen und ethnischen Hintergründen fünf Tage lang die Haupt- und Nebenräume des Theaters besetzen. Sie werden basteln und erfinden, entwerfen und zusammenschrauben, nähen, kleben, filmen und programmieren.

In sieben verschiedenen „Laboren“ entwickeln sie unter Anleitung von Künstlern und Pädagogen ihre eigene kreative Sicht auf das Leben in der Zukunft. Ihre Zukunft. Das Volkstheater Rostock mal ganz anders – von der Hamletmaschine zur Zeitmaschine.

Das Kunstlabor 1 „SCIENCE FICTION mal anders“ ist ein sozio-kulturelles Projekt, das von dem Rostocker Verein muse work e.V. ins Leben gerufen wurde. Es richtet sich auch an Kinder, die familiär oder gesellschaftlich benachteiligt sind. Die Auseinandersetzung mit der Sicht auf ihre ganz eigene Zukunft soll im besten Fall die Möglichkeit schaffen fest sitzende Schranken in ihrem Denken und Selbstwertgefühl, eine von außen bedingte Matrix, lockern oder gar löschen zu können. Es kommt auf die Träume von einer eigenen, selbst erschaffenen Zukunft mitten in der Gesellschaft an. Und den Glauben an ein gutes Leben.

Morgen beginnt heute.
Und „Den Sieger erkennt man am Start“.

“Es liegt in unserer Verantwortung den jungen Generationen nicht nur unüberwindbare Problemberge zu hinterlassen, sondern ihr Potenzial und Vertrauen zur eigenen Wahrnehmung und Kreativität zu fördern, damit sie selbst Lösungswege für die wichtigen Fragen des Lebens und der Zukunft finden.” (Beate Nelken, Initiatorin und Vorsitzende des Vereins muse work e.V.)

Die Kinder präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit am 9. Februar bei einer Abschlussveranstaltung um 15.00 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock.

Wir bedanken uns für die Schirmherrschaft des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb.

Es sind noch Plätze frei!
Anmeldungen bis zum 30. Januar 2013

unter: http://kunstlabor-rostock.com

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